Brauchtum und Traditionen

Das Verhalten der Katarer untereinander ist geprägt von Höflichkeit, guten Manieren und häufig einer gewissen Förmlichkeit.

Brauchtum und TraditionDas Verhalten der Katarer untereinander ist geprägt von Höflichkeit, guten Manieren und häufig einer gewissen Förmlichkeit. Jeder hat ein Recht auf Respekt. In der Nomadengesellschaft der Beduinen wurden Fremde auf Reisen immer zu einer Mahlzeit eingeladen. Diese Tradition der Gastfreundschaft ist auch heute noch tief in den Katarern verankert. Besuchern serviert man zur Begrüssung arabischen Mokka als Ausdruck dieser Gastfreundschaft. Es gilt als unhöflich, wenn man nicht wenigstens eine der kleinen Tassen leert. Diese werden übrigens in der rechten Hand gehalten. Das gemeinsame Einnehmen der Speisen ist weit verbreitet. Zum Essen verwendet man kein Besteck, sondern die rechte Hand. Häufig sitzt man zum Essen im Stil der Nomaden mit gekreuzten Beinen auf dem Boden.

Personennamen
Namen bestehen in der Regel aus drei Teilen: dem eigentlichen Namen der Person selbst, gefolgt vom Präfix „Bin“ (oder „Bint“) und dem Namen des Vaters, und schließlich dem Familiennamen. Der Name kann über mehrere Generationen bis zum Ururgroßvater usw. erweitert werden, aber im Allgemeinen begnügt man sich mit drei Elementen.

 

Arabische Kleidung (Männer)
Die Katarer tragen eine „Thawb“, ein knöchellanges weites Gewand, in der Regel aus weißer Baumwolle, im Winter gelegentlich auch in anderen Farben. Auf dem Kopf trägt man eine Kofia, eine weiße, zylindrische Mütze, bedeckt von der Ghutra, einem quadratischen, weißen Tuch, das von einer Agal gehalten wird, einer schwarzen Kordel, die zweimal um den Kopf geschlungen wird. Der Bisht, ein weiter, goldverzierter Mantel, wird zu besonderen Anlässen getragen.

Arabische Kleidung (Frauen)
Wenn sie das Haus verlassen, tragen katarische Frauen ein langärmliges, knöchellanges schwarzes Übergewand, die so genannte „Abaya“, über ihrer Kleidung. Das Haar verhüllen sie mit einer „Shayla“. Manchmal wird das Gesicht mit einem Schleier („Gishwa“) oder einer Burka verdeckt.

Hochzeitsbräuche
Jungen Leuten werden in der Regel von der Familie mögliche Ehepartner vorgestellt, aber das junge Paar kann letztendlich frei entscheiden. Hochzeitsfeiern sind bedeutende soziale Anlässe.

Bild und Textquelle (QTA)
qatartourism.gov.qa


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